2017- jugendtheaterwerkstatt Sapndau
Der Kirschgarten
“Wollen wir nicht endlich den Elefanten ansprechen, der hier schon die ganze Zeit im Raum steht?”
INHALT
Eine ehemals wohlhabende Familie versucht die Zwangsversteigerung von ihrem Grundstück mit minimalen Aufwand zu verhindern. Freunde unterbreiten Rettungs- und Änderungsvorschläge. Aber der Kirschgarten soll bleiben wie er ist, denn er wird sogar im Konversationslexikon erwähnt. Die Jugendlichen sind mit sich selbst beschäftigt – Party für alle. Der Elefant steht im Raum, aber niemand mag ihn ansprechen. Der Zuschauer schaut zu.
Es sind alle herzlich in den Kirschgarten eingeladen. Solange niemand etwas anfasst. Der Garten ist sehr schön.
hInter
grund
Der Kirschgarten war die Debüt-Inszenierung von Till Ernecke. Hier arbeitete er sich zusammen mit Freund:innen an dem Klassiker ab und legte dabei den Inszenierungsschwerpunkt auf Nationalismus, falsch verstandener Heimatliebe und Ausgrenzung. Dabei bezog er tagesaktuelle Geschehnisse wie den Wahlerfolg der rechtsextremen Partei AFD bei den Bundestagswahlen 2017 mit ein und griff das im Stück präsente Thema des Zögerns auf. Dafür führte er die Figur “Der Elefanten im Raum” ein – eine hauptsächlich stumme Rolle, die erst im dritten Akt mit einem selbstgeschriebenen Monolog zu Wort kommt und die Frage aufwirft: Wann wird eine Gemeinschaft aktiv, um drohendes Unheil anzuwenden?
FOTOS
/ Team
von Anton Pawlowitsch Tschechow
nach einer bearbeiteten Stückfassung von Till Ernecke
REGIE
Till Ernecke
REGIEASSISTENZ
Keri Folkers & Julia Modde
KOSTÜM & REQUISITE
Meilin Stanislawska
FOTOCREDITS
Patryk Witt
/ Ensemble
Julia Modde
Cheyenne Kleinke
David Stoll
Yeliz Yigit
Marlon Frank
Marthina-Malte Rathmann
Nils Ramme
Ehab Eissa
Leander Woischnig
/ Produktion
jtw Spandau
/ Förderung
jugendjury Spandau


