2020 – Thomas Bernhard Institut
Im Weltraum gibt’s noch Leerstand
“In Kitzbühl gibt es eine Fußgängerzone mit Fußbodenheizung, damit beim Shoppen die teuren Schuhe schneematschfrei bleiben. Keine Fußabdrücke, alles geschmolzen. Oldtimerrennen im Naturschutzgebiet. Golfplätze in der Wüste. Privatschlösschen am Wolfgangsee.
Die teuersten Schuhe werfen die fettesten Schatten.
Obdachlose werden aus der Innenstadt verdrängt, unter anderem mit der Begründung, sie würden so viel Dreck machen. Ein nackter Fuß tritt in eine Scherbe.”
INHALT
Ein Thema, drei Perspektiven und Expertisen. Anna Schießter, Politikerin der Grünen und Vorsitzende des Sozialausschuss Salzburg. Heinz Schoibl, Sozialforscher und Mitbegründer der österreichischen Obdachlosenhilfe. Andrea Hoscheg, eine Überlebens- und Pflanzenexpertin, die 10 Jahre auf dem Kapuzinerberg lebte. Gemeinsam beleuchten sie das Thema Wohnungslosigkeit in Salzburg. Vom Sozialausschuss geht es für Anna und Heinz direkt in die Raumkapsel, denn im Gremium wurde beschlossen, dass man in der Stadt leider keine Sozialwohnungen mehr bauen kann. Freien Wohnraum gäbe es nur noch im All. Alle Maßnahmen, die Anna und Heinz vorschlagen, stoßen auf taube Ohren.
Auf dem Mond angekommen ist auch noch die Raumkapsel kaputt. Obdachlos im All. Da bekommen die beiden einen Funkspruch von Andrea mit Überlebenstipps. Aber ob die auf dem kahlen Mond wirklich helfen kann? Weil ohne Natur – wie soll da das Überleben überhaupt funktionieren?
hInter
grund
Die Arbeit wurde nach ihrer Premiere auch auf der Salzburger Armutskonferenz 2022 gezeigt.
Video
FOTOS
/ Team
REGIE
Till Ernecke
FOTOCREDITS
Jannik Görger
/ Ensemble
Andrea Hoscheg
Anna Schießter
Heinz Schoibl
/ Produktion
Thomas Bernhard Institut


